Homecoming, Tennis, Ohio :)

Liebe Grüße aus den USA! 🙂

 

Mir geht es hier sehr gut, es fühlt sich an, als wenn ich alle hier schon ewig kenne, besonders meine Gastfamilie. Ich passe hier super rein, ich fühle mich hier sehr wohl.

Ich bekomme aber auch Fragen wie: „Kannst du Deutsch sprechen? Habt ihr Wasser in Deutschland? Und Licht? Und Handys? Warst du schon einmal in Europa?“ Letztens haben wir in Government über den Mauerfall geredet, und meine Lehrerin hat mich gefragt, ob Leute in Deutschland davon wissen. Ach quatsch, ist ja nicht wichtig, oder so.. 😉

Vor ein paar Wochen war Homecoming-woche. Echt genial! Eine Woche, wo es am Freitag ein Football spiel gibt, gefolgt von einem Tanz. Es wird auch eine Queen und ein King gewählt. In der einen Woche gibt es verschiedene Themen, wo man sich zu den Themen passen anziehen muss. Wir hatten: Country Day, Neon Day, Decades Day, Opposite Gender Day und Swather Day („Swather“ ist das Maskottchen, und die alle Schüler und Lehrer bezeichnen sich als Swathers.). Das hat echt sehr viel Spaß, alle Lehrer und Schüler in verschiedenen Outfits zu sehen. Am Freitag war dann das große Footballspiel, was wir gewonnen haben! Davor war die Krönung, wo meine Favoriten gewonnen haben!! Das war echt, wie man es im Fernsehen immer sieht. Man sitzt im Unterricht, und auf einmal werden durch die Lautsprecher die Kandidaten für Homecoming Queen und King durchgesagt. Es gibt insgesamt 8 Kandidaten, 4 Mädchen, 4 Jungs. Innerhalb der Woche muessen gerade die 8 Schoolspirit  zeigen, und sich immer, je nach Thema, verkleiden. Ich konnte leider nicht zum Footballspiel und zu dem Tanz gehen, weil wir am nächsten Tag Tennis hatten, und ich musste 5:30 aufstehen.

Tennissaison ist jetzt vorbei, was bedeutet, dass ich viel mehr Freizeit habe. Wir sind bis zu den Regionals gekommen, wo wir uns leider nicht für ‚State-Tennis‘ qualifiziert haben. Trotzdem war es eine sehr erfolgreiche Tennissaison, mit sehr viel Spaß und hartem Training! 🙂

Vor ein paar Tagen sind wir nach Ohio gefahren, in eine kleine Stadt – West Liberty. Rob, Ashlynn und ich sind Freitag früh (wir hatten Donnerstag und Freitag keine Schule) um 6 losgefahren, und nach 15 Stunden, abends um 10 angekommen (1 Stunde Zeitunterschied 😉 ). Wir haben bei Rob’s Tante und Onkel geschlafen, und sind nach unserer Ankunft auch gleich ins Bett. Ashlynn und ich hatten unseren eigenen Raum, und bevor wir eingeschlafen sind, haben wir noch eeeewig geredet 😉 Am nächsten Morgen konnten wir ausschlafen, und sind danach zu Rob’s Großeltern Mittagessen gefahren. Nach dem Mittagessen sind wir in eine Tropfsteinhöhle gefahren..oder so etwas ähnliches. Jedenfalls hatten wir die Entstehung und alles letztes Jahr in Chemie, da konnte ich alle bisschen beeindrucken, dass ich so etwas kenne :‘)    Es war sehr interessant, und das Highlight des Tages. Am Abend sind wir mit der ganzen Familie essen gegangen. An dem Abend habe ich sehr viele neue Leute kennengelernt, viele Fragen beantwortet und sehr viele alte Geschichten gehoert, wer wann und wo in Deutschland war. Am Sonntag sind wir früh in die Kirche, die sehr anders als in Kansas ist. Nach der Kirche sind wir wieder zu Rob’s Großeltern essen gegangen, und danach haben Ashlynn und ich geholfen, alles für die Feier vorzubereiten, wegen der wir gekommen sind. Rob’s Großeltern hatten 65-jährige Hochzeit. Wir haben in einer Garage gefeiert, und Ashlynn und ich hatten sehr viel Spaß. Die Feier war so gegen 5 zu Ende, und dann haben wir uns wieder auf den Weg nach Hesston gemacht. 15 Stunden später sind wir in Hesston angekommen, natürlich total geschafft und müde! Ein sehr schönes Wochenende, mit sehr vielen schönen und lustigen Momenten!

Letztes Wochenende sind wir nach Ottawa, Kansas gefahren, wo Danika studiert. 2 Stunden Fahrt ist fuer Amerikaner total normal, deshalb sage ich auch immer, wenn mich jemand fragt, wo ich wohne, dass ich „2 Stunden von Berlin“ wohne. Dann freuen sich alle immer und sind voll erstaunt, dass ich so „nah“ an einer Großstadt wohne 🙂 Wie sind Freitagabend angekommen, haben mit Danika den Film „Monsters University“ geschaut, und dann hat sie uns in unser Hotel geschafft. Am Samstag sind wir zu dem Footballspiel von Danika’s College gegangen, was echt sehr schön war. Langsam verstehe ich Football 🙂 Nach dem Spiel sind wir wieder nach Hause gefahren, wo wir alle gleich ins Bett sind weil wir total müde waren.

Das Wetter hier ist total komisch. Wir hatten schon Schnee, aber jetzt sind wieder ca. 20 Grad jeden Tag. An einem Tag ist es kalt, dann wieder super warm. Man kann sich auf nichts wirklich einstellen.

In der Schule werde ich immer besser, die Sprache verstehen und schnell schreiben wird immer einfacher. Wir haben uns IMMER beschwert, wenn unsere Lehrer Folien hatten, und nie an die Tafel geschrieben haben (*caugh hint*), aber hier schreiben die Lehrer fast nie an die Tafel. Alle haben Power Points und wir dürfen dann davon abschreiben. Man gewöhnt sich dran. In Geschichte reden wir gerade über den 1. Weltkrieg..und alle schauen mich immer an, wenn die Lehrer über Deutschland reden. Ich ignorier einfach alle 😉 Wenn man hier einen Test verpasst, geht man dienstags oder donnerstags etwas eher (so um 8) in die Schule, und schreibt die Tests nach.

 

Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, schreibt mir einfach! 🙂

Liebe Grüße,

Eure Jocelin 🙂

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